Der Laufclub 21 - Krista Preckel beim TGNY 100 - 100 Meilen New York

 

Beim Laufen ist nicht nur die Vorbereitung, die Fitness, Tagesform und die Erfahrung wichtig. Manchmal ist es wichtig, einen Lauf zu kennen. Und so hat unsere Laufclub 21 Botschafterin

Krista Preckel den atemberaubenden Lauf in New York 2018 kennen gelernt. 2019 möchte sie dort unbedingt wieder an den Start...

Krista erzählt von ihrem Abenteuer und Erlebnissen im "Big Apple!" 

Hallo Anita anbei der kleine Bericht Fotos kommen separat.

TGNY 100 kurz auch 100 Meilen oder die Kurzstrecke 100 km quer durch New York. Wie Hänsel und Gretel nur ohne Brot und ohne Steine als Markierung, sondern Gelbe Pfeile auf dem Boden.

Das wollt ich laufen, hatte einen der heiß ersehnten Startplätze bekommen. Als ich Freitag abends meine Unterlagen abholte war ich ganz relaxt. du bist in New York, du willst laufen ,du bist langsam also alles gut.Das waren Dinge, die mir Samstag noch oft im Kopf umhergingen.

Die Ausgabe der Startunterlagen lief ganz relaxt ab. Über Facebook, die Hotelzimmernummer erfahren, hin. Das T- Shirt und mein autorisiertes Armband abgeholt. Noch den Wink, ab jetzt bist du kein Name mehr, sondern nur noch die Nummer 105 und fertig. Das war es keine Angabe eines Medicalcertifikat, denn, die Racedirektorem gehen davon aus wenn du dich anmeldest bist du fit. Also zurück im mein Hostel und Sachen packen. Ein Dropback für 100 km und den Rucksack. Wie immer hatte ich zu viel dabei packte es aber trotzdem ein und ich sollte es nicht bereuen. Die Sachen gepackt und mein Laufclubshirt wie immer ganz oben. Ich dachte noch seit dem ich es mir stolz trage hat sich meine Sicht aufs laufen verändert, gerade durch die Begleitung der Marathonies. Du genießt und bist nicht verbissen. Also ab ins Bett. Der Wener klingelte, also ab in die Klamotten und in die u Bahn zum Times Square.

Die anderen getroffen, darunter Betty, die meinte du kannst das. Ich war mir auf einmal nicht mehr sicher, kann ich das? Aber ich wollte es und das war gut so. Start und alle rannten los. Wie ´nen Rudel ich hinterher den bis zum Centralpark und bis wieder raus war ,die Strecke nicht markiert. Warum ist New York nur so bergig? Oder jeder Berg war eingebaut, dass es uns ja nicht langweilig wird. Alle 8 km in etwa war ´ne Versorgung. Als ich kam gab es meistens nur noch Wasser und Gatorade, brrr. Zum Glück hatte ich mein Essen im Rucksack. Ich kam mir vor wie mein persönlicher Mac Drive. Laufen - -essen - genießen. Laufen-  fluchen - schwitzen - essen und weiter. Wer denkt New York ist nur Straße, der täuscht sich auf den ersten 30 Meilen ist so viel Trail und so fies teilweise, aber ich wollte das.

Ich kam mir vor wie Gretel, ständig auf der Suche nach den Pfeilen auf dem Boden die teilweise auch direkt in der Mitte von befahrenen Straßen waren. Mal so verblasst, dass du die kaum siehst. Und an geraden Straßen waren keine. Die ganze Zeit nicht. Erst wieder am Ende, das musste erstmal in meinen Kopf rein den ich hatte immer das Gefühl: "du bist falsch"

Eigentlich sollte laut Rechnung nun Versorgung 4 kommen, die auch bräuchte ich hatte meinen Liter leer getrunken aber sie kam und kam nicht. Ich schon Angst,, jetzt bist du total raus. Also Blick auf das Roadbook das war ich auch. Verdammt also als nächste sollte man in die 234 abbiegen ich war aber 156. also los. Bis zur 234 und weiter. Da war sie endlich, gefühlte 2 Liter rein alles aufgefüllt und auf die Uhr geschaut ich hatte 12 km extra drauf, verdammt.

Also weiter an Gruppen, die mich anguckten als ob ich bekifft wäre , sie rauchten das Zeug Mensch, war das süß schnell weiter den mit jedem Luftzug hatte ich das Gefühl ich fliege. An stark befahrenen Straßen lang. In Parks wo an einer Stelle ein Bild einer Frau hing mit Erinnerungen, sie wurde dort ermordet. Ich nahm mir 3 min dort zu bleiben. Ich dachte die Zeit hast du. Und weiter. Mal wieder falsch also geguckt, wo hin und weiter. Jetzt kamen die Krämpfe im ganzen Körper sogar im Kleinem zeh, im Magen und ich dachte verdammt. Ein Glück das mir Anita über Messenger Anleitung zur Linderung schrieb. Nach etwa 7 km wude es besser. Über Brücken und weiter. Am Wasser vorbei und weiter immer auf der Suche nach den Pfeilen. Mittlerweile hatte ich alles aufgegesse. Verdammt es waren erst 60 km gefühlte 78 km.

Ich schaute nicht auf die Uhr, ich wollte nicht wissen wie viel mehr ich hatte. Mittlerweile hatte ich mich selbst aus dem Mittelfeld ans Ende gereicht, immer weiter Schritt für Schritt. Hätte ich am Anfang noch viele Fotos gemacht, wurde es jetzt viel weniger. Ich sah immer wieder den gleichen Menschen an der Versorgung, er war der diese dann schloss. Also weiter, Krämpfe immer wieder. Meine Beine hatten ein Eigenleben, was mir nicht gefiel. Und ich kam an einem Bioladen vorbei. Ich Strahl duftend wie nen Puma rein und ohhh eingekauft. Fruchtmuss löffelnd weiter. Das tat gut, mittlerweile war ich offiziell bei Meile 40. km 64.

An der netten Versorgung wurden mir die Beine massiert. Ich kam mir vor wie ein Mädchen. Ich war am weinen, es tat so weh. Aber hey du bist eins. Und du läufst hier in New York. Du hättest den Mumm, überhaupt zu starten. Und weiter immer am Wasser entlang. Die Krämpfe wurden schlimmer die Gehwege immer kaputter, ich dachte so wie deine Knie.

Über meinen Musikplayer machte ich mir den Soundtrack von the greatest Showman an . Ein Film über Menschen, die besonders sind und sich so kennen lernen sich akzeptieren. Beim Lied this is me. Kamen mir die Tränen. Ja das bin ich und obwohl ich heute noch Zeit hatte, wirst du gleich raus gehen den es kommt nicht drauf an auf das Finish.

Auch wenn viele immer sagen ein Dnf geht nicht. Doch und wie das geht. Man startet und macht die Erfahrung über seinen Körper und man hört in sich rein. Und das machte ich und ich wollte, dass ich meinen Urlaub genoss . Der Lauf gab mir viel. Hätte ich jahrelang mich bei Läufen kaputt gemacht sogar nem fußbruch 15 km vor 161 km so war mir jetzt klar, du hey sei stolz was du erreicht hast . Schmerzen sind die Notbremse. Ich humpelte weiter. Beim Lied this is the greatest Show war ich noch nie so stolz auf mich. Und ich bin selten stolz auf mich. Jahrelang sagten Leute, die meinten mich zu kennen, ich laufe vor mir weg . NEIN . Jetzt wüsste ich ich bin so wie ich bin gut genau richtig. Am nächsten Vp humpelte ich rein und sagte ich bin raus kann mich jemand bitte zu ner u Bahn fahren. Und das taten sie. 

Dnf heist zwar did Not finish. Aber für mich did Next Time. Stolz mit dicken Knien, ner blockierten Hüfte und nem Kreislauf der Samba tanzte saß ich dort im Auto und ich war stolz . Stolz das ich sagen kann es reicht und ich höre auf mich. Das sollte jeder tun und nicht enttäuscht sein wenn man auch kurz vorm finish raus geht. Ich hatte zwar in Gedanken viele Menschen bei mir. Aber ich bin ich und das ist gut so.

 

Herzlichen Grüße aus New York Eure Krista

 

Laufclub 21 | Eichenstraße 61 | D-90768 Fürth
Telefon: 0911 / 72 05 66
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!